Rezensionen Myalig

Cover veröffentlicht mit Genehmigung
von Laura Kier

Myalig – gestohlene Leben von Laura Kier

Ist eine Märchen-Adaption auf die Schöne und das Biest. Denken wir an das Original oder sehen wir die Figuren von Disney oder der gleichnamigen Fernsehserie von1987–1990 vor uns. Das vorliegende Buch ist mehr als eine Variante des bekannten Märchens, es ist weder romantisch verklärt noch eine Geschichte zwischen einem Biest und einer Staatsanwaltsgehilfin, sondern es geht um die Akzeptanz von Menschen, die aus der Gesellschaft ausgestoßen werden, weil sie an einer ansteckenden Krankheit leiden. Ähnlich den Menschen, die an AIDS erkrankten, werden die aus Unwissenheit und Angst ausgegrenzt. Selbst vor einer Säuberung wird nicht Halt gemacht, die viele Menschen aus der Generation unserer Eltern oder Großeltern bereits erleben mussten.

Myalig ist ein Lehrstück für Toleranz und ein Miteinander der Menschen, vor allen Dingen, dass man durch Information und gutem Willen viel erreichen kann.

Laura Kier ist es gelungen eine gut recherchierte Geschichte zu schreiben. Sie ließ mich häufig um das Leben der Protagonisten zittern. Der Charakter, ob als Hauptfiguren wie Amanda, Levente und nicht zu vergessen Bartholomew, selbst die Nebenfiguren sind glaubwürdig ausgearbeitet und zum Leben erwacht.

Dieses Buch ist für mich das September Highlight. Ein ernstes Thema in einer dem Steampunk-Setting angelegten abenteuerlichen Geschichte verpackt.

Absolut empfehlenswert. Unterhaltsam, spannend, und stellenweise zum Schmunzeln.

Geschrieben 09/2019 Angelika D.

Klappentext

Ein verlassener Weinberg.
Ein Luftschiff im Gewitter.
Ein verborgenes Labor.

Seit Jahren fordert die Krankheit Myalig unzählige Leben. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden ganze Dörfer ausgelöscht.
Auch Amanda wird beinahe Opfer der Säuberungen, obwohl sie die Krankheit überlebt hat. In der Hoffnung, Amanda könnte der Schlüssel zu einem Heilmittel sein, schickt Graf Levente von Sonnfried seinen Androiden, um sie zu retten. Doch wird sie bei Levente ankommen? Und ist sie wirklich der Schlüssel zur Heilung von Myalig?

Die Schöne und das Biest einmal anders.
In »Myalig – gestohlene Leben« lässt Laura Kier Weinreben in karger Erde wachsen und treibt Zahnräder mit Sonnenenergie an. Das französische Volksmärchen im Steampunk-Setting wird zu einer düsteren Geschichte über Vertrauen, Ausgrenzung und den Kampf um Menschlichkeit.

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